Offener Brief des DfB-Präsidenten Niersbach anlässlich des Todes des Linienrichters in den Niederlanden

Hallo liebe Fussballfreunde,

wie Ihr sicher der Presse entnommen habt, ist in den Niederlanden nach einem Jugendspiel ein

Linienrichter von jugendlichen Spielern so schwer verletzt worden, dass er an den Folgen der

Verletzungen verstorben ist. Der Präsident des DfB wendet sich deshalb in einem offenen Brief

an uns alle. Ihr findet das Schreiben in der Anlage.

Gruß Uta Weyring

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Wichtige Versicherungen im Sport

Hier ein paar wichtige Informationen zu Versicherungen, die aktive Sportler auf jeden Fall abschließen sollten.

Aus aktuellem Anlass möchten wir Euch heute noch einmal auf die enorme Wichtigkeit von Versicherungen im Sport hinweisen. Als erstes ist die private Haftpflichtversicherung unerlässlich, wie das angefügte Urteil des OLG Hamm zeigt. Die Versicherung haftet, wenn Ihr im Spiel oder Training einen Gegenspieler verletzt, solange kein Vorsatz vorliegt. Weiter ist eine private Unfallversicherung wichtig, da die Unfallversicherung der Sporthilfe nur in sehr geringem Umfang Leistungen erbringt. Trotzdem ist es wichtig, dass Ihr Eure Sportunfälle unverzüglich dem Vorstand anzeigt, damit der Unfallbericht über unseren Sozialwart der Sporthilfe gemeldet werden kann. Ansonsten kann man gegenüber der Sporthilfe keine Ansprüche geltend machen. Das klingt alles ein bisschen kompliziert, falls Ihr Fragen habt, einfach den Vorstand ansprechen! Gruß Uta Weyring

Hier noch die Pressemitteilung zum Gerichtsurteil, in dem einem gefoulten Spieler 50.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen wurden!

 

Zivilrechtliche Haftung nach rücksichtslosem Foulspiel beim Fußball

Pressemitteilung des Präsidenten des OLG Hamm vom 26.11.2012

Wer seinen Gegenspieler beim Fußball rücksichtslos foult, haftet für die Verletzungen, die er dem Gegner bei dem unfairen Zweikampf zufügt. Das hat der 6. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm entschieden und das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Dortmund bestätigt.

Bei einem Meisterschaftsspiel der Kreisliga A 3 des Kreises Dortmund war der klagende Spieler am 18.04.2010 vom beklagten Spieler der gegnerischen Mannschaft mit gestrecktem Bein gefoult worden. Durch das vom Schiedsrichter mit der gelben Karte geahndete Foul zog sich der Kläger eine schwere Knieverletzung zu, in deren Folge er seinen Beruf als Maler und Lackierer bis heute nicht mehr ausüben kann. Für die nach seiner Darstellung durch eine grob regelwidrige Spielweise zugefügte Verletzung verlangte der Kläger vom Beklagten Schadensersatz, insbesondere Schmerzensgeld. Der haftpflichtversicherte Beklagte hatte seine Haftung in Abrede gestellt und gemeint, der Kläger habe sich bei einem regelgerechten Zweikampf um den Ball eine unglückliche Verletzung zugezogen.

Der 6. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat die Verurteilung des Beklagten zur Leistung umfassenden Schadensersatzes, u.a. eines Schmerzensgeldes in Höhe von 50.000 €, bestätigt. Mangels Fahrlässigkeit hafte ein Fußballspieler zwar nicht, wenn er seinen Gegenspieler bei regelgerechter und dem Fairnessgebot entsprechender Spielweise verletze. Im vorliegenden Fall aber hafte der Beklagte, weil er unter Verstoß gegen die DFB-Fußballregel Nr. 12 rücksichtslos gehandelt habe. Er habe den zur Verletzung des Klägers führenden Zweikampf ohne jede Rücksicht auf die Gefahr und die Folgen seines Einsteigens für den Gegner geführt. Hiervon sei das Landgericht nach einer umfangreichen Beweisaufnahme zu Recht ausgegangen.

Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 22.10.2012 (I-6 U 241/11).

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